Für starke Waldorfkindergärten in Bayern

Wir vernetzen die 64 Waldorfkindergärten in Bayern und sorgen mit fachlicher Beratung, regionalem Austausch und einer engagierten Interessenvertretung für lebendige Waldorfpädagogik im ersten Jahrsiebt.

Aktuelles

100 Jahre Waldorfkindergaerten

100 Jahre Waldorfkindergärten

2026 steht ganz im Zeichen des hunderjährigen Jubiläums der Waldorfkindergartenbewegung. 1926, sieben Jahre nach Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart, wurde dort der erste von rund 2.000 Waldorfkindergärten weltweit gegründet.

100 Jahre Waldorfkindergaerten

Regionaltreffen in Nürnberg

Am 8. Mai lädt die Landesvereinigung zum Regionaltreffen in Nürnberg ein. Eingeladen sind Vertreter:innen der Waldorfkindergärten aus der Region – im Mittelpunkt stehen Austausch, aktuelle Themen und die Stärkung der Zusammenarbeit vor Ort. Gäste sind herzlich willkommen.

100 Jahre Waldorfkindergaerten

Wandertag der Waldorfkindergärten

Unter dem Motto „Die Waldorfkindergärten machen sich auf den Weg“ gehen die bayerischen Waldorfkindergärten am Freitag, dem 19. Juni 2026 auf Wanderschaft. Jede Einrichtung entscheidet frei, wie sie den Tag gestaltet: im Garten, in Feld und Flur, mit oder ohne Eltern, mit Nachbareinrichtungen etc.

100 Jahre Waldorfkindergaerten

Familienfest in München

Als große Gemeinschaft erleben wir uns beim Familienfest am Samstag, 20. Juni 2026 von 11-16 Uhr in München. Auf dem Programm stehen Aktivitäten wir Puppenspiel und Filzen für die Kinder sowie Musik und Tänze für die ganze Familie. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

100 Jahre Waldorfkindergaerten

Vereinsrecht & Vorstandsarbeit

Ein kompaktes Seminar für neue und erfahrene Vorstände: Erhalten Sie einen Überblick über zentrale Fragen des Vereins- und Gemeinnützigkeitsrechts und entwickeln Sie zukunftsfähige Strukturen für Ihre Einrichtung. Seminar am 4. November 2026 mit Vanessa Ulfig, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Rechtsanwältin.

100 Jahre Waldorfkindergaerten

Arbeitsrecht im Waldorfkindergarten

Von Krankheit über Schwangerschaft bis Kündigung: Dieses Seminar gibt einen praxisnahen Überblick zu Rechten und Pflichten im Arbeitsverhältnis und unterstützt Sie bei der sicheren Gestaltung Ihrer Personalarbeit. Seminar am 17. November 2026 mit Vanessa Ulfig, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Rechtsanwältin.

Termine & Veranstaltungen

08.05.2026
Nürnberg
09.05.2026

11–16 Uhr

Waldorfkindergarten Bamberg
20.06.2026

11–16 Uhr

München
02.10.2026
München
17.11.2026
Online-Seminar

Waldorfpädagogik

Der sich wiederholende, geregelte Ablauf eines Tages, einer Woche, ja sogar eines Jahres gibt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit. So gleicht der Ablauf im Kindergarten einem ständigen Ein- und Ausatmen.

Grundlagen und Werte der Waldorfpädagogik

Die Waldorfpädagogik betrachtet das Kind als individuelle Persönlichkeit. Sie geht davon aus, dass frühe Kindheit eine prägende Lebensphase ist, in der das Fundament für spätere Fähigkeiten, Haltungen und Entwicklungsschritte gelegt wird.

Deshalb braucht das Kind eine Umgebung, die sein natürliches Bedürfnis nach Geborgenheit, Beziehung und Sinneserfahrung ernst nimmt.

Im Mittelpunkt stehen Rhythmus, verlässliche Strukturen und ein Alltag, der die kindlichen Lebenskräfte stärkt. Wiederholung, Rituale und ein klarer Tages- und Jahreslauf geben Orientierung und ermöglichen innere Sicherheit. Die Pädagogik schafft Räume, in denen sich das Kind mit allen Sinnen erleben, selbst tätig werden und aus eigenem Antrieb lernen kann.

Wesentlich ist die Überzeugung, dass Kinder Zeit brauchen: Zeit zum Beobachten, Nachahmen, Spielen und Reifen. Ihr Kindsein soll geschützt und gelassen werden – denn der Verlauf der frühen Kindheit ist von entscheidender Bedeutung für die spätere Biografie. Waldorfpädagogik schafft dafür ein Umfeld, das natürliche Materialien, künstlerische Elemente und sinnvolle Tätigkeiten verbindet und so eine ganzheitliche Entwicklung unterstützt.

Waldorfpädagogik im ersten Jahrsiebt

Das leitende Prinzip in diesem Alter ist die Nachahmung: Das ganz kleine Kind ist noch völlig eins mit seiner Umwelt. Durch seine Offenheit für alle Eindrücke und Einflüsse aus der Umgebung kommt der inneren Haltung und der Gestaltung der Pädagogik besondere Bedeutung zu.

Das freie, schöpferische Spiel ist in dieser Lebensphase die wichtigste Lernform. Mit einfachen, offenen Materialien – Tannenzapfen, Tüchern, Holzstückchen, Muscheln – verwandeln die Kinder ihre Erlebnisse in eigenes Tun. Fantasie, Bewegungsfreude, Sprache und Kreativität entwickeln sich dabei wie selbstverständlich. Diese frühen Spielkräfte werden später zur Grundlage lösungsorientierten und kreativen Denkens.

Rhythmus und Wiederholung strukturieren den Tag, die Woche und das Jahr. Wechsel von freiem Spiel und geführten Aktivitäten, sinnvolle Tätigkeiten der Erwachsenen, Naturerfahrungen, Lieder, Reigen und Märchen geben dem Kind Halt und Orientierung. Durch diese verlässlichen Abläufe entsteht ein Raum, in dem die Kinder sich sicher fühlen, sich selbst erfahren und im eigenen Tempo wachsen können.

Der Alltag im Waldorfkindergarten

Der Alltag im Waldorfkindergarten ist geprägt von einem rhythmischen Wechsel aus freiem Spiel, gemeinschaftlichen Aufgaben und wiederkehrenden Ritualen. Klare Strukturen, natürliche Materialien und eine liebevoll gestaltete Umgebung vermitteln Geborgenheit und innere Ordnung.

Im freien Spiel entfalten die Kinder ihre Fantasie, erproben Fähigkeiten und verarbeiten Erlebtes.
Einfache Materialien lassen ihnen dabei größtmöglichen Spielraum: Ein Stück Holz kann Werkzeug, Telefon oder Schatz sein – alles wandelt sich im Moment des Spiels.

Sinnvolle Tätigkeiten der Erzieher:innen wie Kochen, Nähen, Gärtnern oder Reparieren bilden den Hintergrund für die Nachahmung der Kinder. Künstlerische Aktivitäten wie Malen, Kneten, Musizieren und Reigenspiele fördern Sprache, Motorik und Ausdrucksfähigkeit. Der Tages- und Wochenrhythmus
– bis hin zu wiederkehrenden Frühstücken – gibt Orientierung im zeitlichen Raum.

Ein besonderes Gewicht hat der Jahreslauf: Die Kinder erleben die Natur im Wechsel der Jahreszeiten, und Feste werden gemeinsam vorbereitet und gefeiert. Geschichten, Märchen und Lieder begleiten diese Erfahrungen und schaffen emotionale Bezüge, die oft ein Leben lang nachwirken. Ernährung, Kleidung und Raumgestaltung sind so gewählt, dass sie die Sinne ansprechen, Bewegungsfreiheit ermöglichen und das Kind in seiner Entwicklung stärken.

Über Uns

Die Vereinigung der Waldorfkindergärten Bayern e. V. ist der Zusammenschluss der 64 Waldorfkindergärten in Bayern und Teil der bundesweit und international vernetzten Waldorfkindergartenbewegung.

Bezirke

Die Zusammenarbeit ist in acht Bezirken organisiert:

  • Oberfranken
  • Unterfranken
  • Mittelfranken
  • Oberbayern-Nord / Niederbayern
  • Oberbayern-Süd
  • München Stadt
  • München Land
  • Fünf-Seen-Land

In jedem Bezirk finden jährlich zwei bis drei Arbeitstreffen statt. Diese sind wichtiger Bestandteil der permanenten Weiterentwicklung der Waldorfpädagogik in der frühen Kindheit. Zudem entsendet jeder Bezirk zwei Vertreter:innen (pädagogisch und rechtlich/wirtschaftlich) zu den Regionaltreffen, die dreimal im Jahr auf Landesebene stattfinden.

Landesvereinigung

Auf den drei Regionaltreffen, die jährlich auf Landesebene stattfinden, treffen die Vertreter:innen der Bezirksgruppen alle relevanten Entscheidungen und initiieren Entwicklungen. Gäste sind herzlich willkommen.

Die Verwaltung der Landesregion Bayern verantwortet der Geschäftsausschuss. Dieser besteht aus:

Waldorf Vereinigung – Susanne Altenried – Portrait
Susanne Altenried
Waldorf Vereinigung – Armin Fröde – Portrait
Armin Fröde
Waldorf Vereinigung – Gabriele Geßner – Portrait
Gabriele Geßner
Waldorf Vereinigung – Martin Schlicksupp – Portrait
Martin Schlicksupp

Zu unseren Aufgaben für die Landesregion Bayern gehören:

  • Ausrichtung der Regionaltreffen
  • Vermittlung pädagogischer und rechtlich-wirtschaftlicher Fachberatung für Kindergärten
  • Begleitung von Gründungsinitiativen
  • Betreuung der Website inklusive Stellenbörse
  • Mit- und Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung
  • Politische Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit

Bundesvereinigung

Die bundesweite Vereinigung der Waldorfkindergärten wurde 1969 gegründet, um Antworten auf die damals drängenden Erziehungs- und Bildungsfragen zu suchen und sich gegenseitig in der Arbeit zu unterstützen.

Zu den vielfältigen Aufgaben der Bundesvereinigung der Waldorfkindergärten gehören vor allem die Förderung der Aus- und Fortbildung von Erzieher:innen, die Forschung auf dem Gebiet der Menschenkunde und der Pädagogik des ersten Jahrsiebts, die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse sowie die Durchführung von Tagungen, Kongressen und Kolloquien.

Zur Bundesvereinigung der Waldorfkindergärten

Kontakt

Bei Fragen oder Wünschen melden Sie sich gerne bei uns!

Geschäftsstelle

Vereinigung der Waldorfkindergärten e. V.
Landesregion Bayern – Regionalbüro

Pleitmannswangerstraße 11
82299 Zankenhausen

Tel: 08144 451 99 50
Mail:

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