Für starke Waldorfkindergärten in Bayern

Die Vereinigung der Waldorfkindergärten in Bayern ist Teil der bundesweit und international vernetzten Waldorfkindergartenbewegung.

Unser Anliegen ist es, die Waldorfpädagogik für Kinder im ersten Jahrsiebt lebendig werden zu lassen und kontinuierlich weiterzuentwickeln – durch fachliche Beratung, regionale Vernetzung und eine engagierte Interessenvertretung.

Aktuelles

100 Jahre Waldorkindergarten – Aktionslogo

100 Jahre Waldorfkindergärten

2026 steht ganz im Zeichen des hundertjährigen Jubiläums der Waldorf­kindergarten­bewegung.
1926, sieben Jahre nach der Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart, wurde dort der erste von rund 2.000 Waldorfkindergärten gegründet.

Waldorfkindergarten – Auftakt Jubiläum Nürnberg – Illustration

Auftakt zum Jubiläum in Nürnberg

Am Freitag, 30. Januar 2026, findet um 18 Uhr in der Rudolf-Steiner-Schule am Steinplattenweg in Nürnberg ein festlicher Empfang statt. Der Samstag, 31. Januar 2026, ist ein Fortbildungstag mit einem Vortrag von Felicia Holland am Vormittag und einem breit gefächerten „Werkstätten“-Angebot am Nachmittag.

Waldorfkindergarten – Familienfest München– Illustration

Familienfest in München

Als große Gemeinschaft erleben wir uns beim Familienfest am Samstag, 20. Juni 2026 von 11–16 Uhr in München. Auf dem Programm stehen Aktivitäten wie Puppenspiel und Filzen für die Kinder sowie Musik und Tänze für die ganze Familie. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Waldorfpädagogik

Der sich wiederholende, geregelte Ablauf eines Tages, einer Woche, ja sogar eines Jahres gibt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit. So gleicht der Ablauf im Kindergarten einem ständigen Ein- und Ausatmen.

Grundlagen und Werte der Waldorfpädagogik

Die Waldorfpädagogik betrachtet das Kind als individuelle Persönlichkeit. Sie geht davon aus, dass frühe Kindheit eine prägende Lebensphase ist, in der das Fundament für spätere Fähigkeiten, Haltungen und Entwicklungsschritte gelegt wird.

Deshalb braucht das Kind eine Umgebung, die sein natürliches Bedürfnis nach Geborgenheit, Beziehung und Sinneserfahrung ernst nimmt.

Im Mittelpunkt stehen Rhythmus, verlässliche Strukturen und ein Alltag, der die kindlichen Lebenskräfte stärkt. Wiederholung, Rituale und ein klarer Tages- und Jahreslauf geben Orientierung und ermöglichen innere Sicherheit. Die Pädagogik schafft Räume, in denen sich das Kind mit allen Sinnen erleben, selbst tätig werden und aus eigenem Antrieb lernen kann.

Wesentlich ist die Überzeugung, dass Kinder Zeit brauchen: Zeit zum Beobachten, Nachahmen, Spielen und Reifen. Ihr Kindsein soll geschützt und gelassen werden – denn der Verlauf der frühen Kindheit ist von entscheidender Bedeutung für die spätere Biografie. Waldorfpädagogik schafft dafür ein Umfeld, das natürliche Materialien, künstlerische Elemente und sinnvolle Tätigkeiten verbindet und so eine ganzheitliche Entwicklung unterstützt.

Waldorfpädagogik im ersten Jahrsiebt

Das leitende Prinzip in diesem Alter ist die Nachahmung: Das ganz kleine Kind ist noch völlig eins mit seiner Umwelt. Durch seine Offenheit für alle Eindrücke und Einflüsse aus der Umgebung kommt der inneren Haltung und der Gestaltung der Pädagogik besondere Bedeutung zu.

Das freie, schöpferische Spiel ist in dieser Lebensphase die wichtigste Lernform. Mit einfachen, offenen Materialien – Tannenzapfen, Tüchern, Holzstückchen, Muscheln – verwandeln die Kinder ihre Erlebnisse in eigenes Tun. Fantasie, Bewegungsfreude, Sprache und Kreativität entwickeln sich dabei wie selbstverständlich. Diese frühen Spielkräfte werden später zur Grundlage lösungsorientierten und kreativen Denkens.

Rhythmus und Wiederholung strukturieren den Tag, die Woche und das Jahr. Wechsel von freiem Spiel und geführten Aktivitäten, sinnvolle Tätigkeiten der Erwachsenen, Naturerfahrungen, Lieder, Reigen und Märchen geben dem Kind Halt und Orientierung. Durch diese verlässlichen Abläufe entsteht ein Raum, in dem die Kinder sich sicher fühlen, sich selbst erfahren und im eigenen Tempo wachsen können.

Der Alltag im Waldorfkindergarten

Der Alltag im Waldorfkindergarten ist geprägt von einem rhythmischen Wechsel aus freiem Spiel, gemeinschaftlichen Aufgaben und wiederkehrenden Ritualen. Klare Strukturen, natürliche Materialien und eine liebevoll gestaltete Umgebung vermitteln Geborgenheit und innere Ordnung.

Im freien Spiel entfalten die Kinder ihre Fantasie, erproben Fähigkeiten und verarbeiten Erlebtes.
Einfache Materialien lassen ihnen dabei größtmöglichen Spielraum: Ein Stück Holz kann Werkzeug, Telefon oder Schatz sein – alles wandelt sich im Moment des Spiels.

Sinnvolle Tätigkeiten der Erzieher:innen wie Kochen, Nähen, Gärtnern oder Reparieren bilden den Hintergrund für die Nachahmung der Kinder. Künstlerische Aktivitäten wie Malen, Kneten, Musizieren und Reigenspiele fördern Sprache, Motorik und Ausdrucksfähigkeit. Der Tages- und Wochenrhythmus
– bis hin zu wiederkehrenden Frühstücken – gibt Orientierung im zeitlichen Raum.

Ein besonderes Gewicht hat der Jahreslauf: Die Kinder erleben die Natur im Wechsel der Jahreszeiten, und Feste werden gemeinsam vorbereitet und gefeiert. Geschichten, Märchen und Lieder begleiten diese Erfahrungen und schaffen emotionale Bezüge, die oft ein Leben lang nachwirken. Ernährung, Kleidung und Raumgestaltung sind so gewählt, dass sie die Sinne ansprechen, Bewegungsfreiheit ermöglichen und das Kind in seiner Entwicklung stärken.

Über Uns

Die Vereinigung der Waldorfkindergärten Bayern e. V. ist der Zusammenschluss der derzeit 64 Waldorfkindergärten in Bayern. Jeder Waldorfkindergarten ist über seinen eigenen Trägerverein rechtlich und wirtschaftlich selbstständig.

Bezirke

Die Zusammenarbeit ist in acht Bezirken organisiert:

  • Oberfranken
  • Unterfranken
  • Mittelfranken
  • Oberbayern-Nord / Niederbayern
  • Oberbayern-Süd
  • München Stadt
  • München Land
  • Fünf-Seen-Land

In jedem Bezirk finden jährlich zwei bis drei Arbeitstreffen statt. Diese sind wichtiger Bestandteil der permanenten Weiterentwicklung der Waldorfpädagogik in der frühen Kindheit. Zudem entsendet jeder Bezirk zwei Vertreter:innen (pädagogisch und rechtlich/wirtschaftlich) zu den Regionaltreffen, die dreimal im Jahr auf Landesebene stattfinden.

Landesvereinigung

Auf den drei Regionaltreffen, die jährlich auf Landesebene stattfinden, treffen die Vertreter:innen der Bezirksgruppen alle relevanten Entscheidungen und initiieren Entwicklungen. Gäste sind herzlich willkommen.

Die Verwaltung der Landesregion Bayern verantwortet der Geschäftsausschuss. Dieser besteht aus:

Waldorf Vereinigung – Susanne Altenried – Portrait
Susanne Altenried
Waldorf Vereinigung – Armin Fröde – Portrait
Armin Fröde
Waldorf Vereinigung – Gabriele Geßner – Portrait
Gabriele Geßner
Waldorf Vereinigung – Martin Schlicksupp – Portrait
Martin Schlicksupp

Zu unseren Aufgaben für die Landesregion Bayern gehören:

  • Ausrichtung der Regionaltreffen
  • Vermittlung pädagogischer und rechtlich-wirtschaftlicher Fachberatung für Kindergärten
  • Begleitung von Gründungsinitiativen
  • Betreuung der Website inklusive Stellenbörse
  • Mit- und Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung
  • Politische Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit

Bundesvereinigung

Die bundesweite Vereinigung der Waldorfkindergärten wurde 1969 gegründet, um Antworten auf die damals drängenden Erziehungs- und Bildungsfragen zu suchen und sich gegenseitig in der Arbeit zu unterstützen.

Zu den vielfältigen Aufgaben der Bundesvereinigung der Waldorfkindergärten gehören vor allem die Förderung der Aus- und Fortbildung von Erzieher:innen, die Forschung auf dem Gebiet der Menschenkunde und der Pädagogik des ersten Jahrsiebts, die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse sowie die Durchführung von Tagungen, Kongressen und Kolloquien.

Zur Bundesvereinigung der Waldorfkindergärten

Kontakt

Bei Fragen oder Wünschen melden Sie sich gerne bei uns!

Geschäftsstelle

Vereinigung der Waldorfkindergärten e. V.
Landesregion Bayern – Regionalbüro

Pleitmannswangerstraße 11
82299 Zankenhausen

Tel: 08144 451 99 50
Mail:

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